Rote Patriarchen, Arbeiterbewegung und Frauenemanzipation in der Schweiz um 1900, Chronos Verlag, Zürich 1987. (Dissertation, vergriffen)



Waren die Sozialisten, die sich für die Gleichberechtigung aller Menschen einsetzten, frauenfreundlicher als andere Männer? Oder blieben im Grunde auch sie Patriarchen? Die Autorin stellt fest, dass die Frauenemanzipation theoretisch zwar bejaht wurde, in der Praxis aber immer zweitrangig blieb.


Der grösste Teil der Genossen war lange Zeit gegen die Gleichberechtigung der Frau. Das bürgerliche Familienbild mit dem Mann als Ernährer und der Frau als Hausmutter galt auch den Sozialisten als erstrebenswert. Frauen waren in der Arbeiterbewegung kaum vertreten und konnten sich selten in Führungskreise aufschwingen. Viele Männer sahen es höchst ungern, wenn sich Frauen — auch die eigene — in die Männerdomäne Politik einmischten. Dass überhaupt etwas getan wurde, um das elende Dasein der Arbeiterinnen zwischen Kochtopf, Fabrik und immer neuen Geburten zu verbessern, ist nicht der Arbeiterbewegung, sondern der sozialistischen Frauenbewegung zu verdanken.


Ihre Geschichte von den ersten Zusammenschlüssen bis zum Ende ihrer autonomen Organisation wird in diesem Buch nachgezeichnet.



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